Das Team und die Vision einer zaunfreien Kalahari
Unsere Vision: Auf Kuzikus haben wir die Vision die ökologische Integrität im Kalahari-Ökosystem großräumig wiederherzustellen. Wir schaffen eine nachhaltige Verbindung zwischen Mensch und Natur, bei der sich das Land durch seine reiche Biodiversität selbst trägt und zu einer zukunftsweisenden Form der Landnutzung wird.
Erhalt der schirmarten


Unsere Mission auf Kuzikus widmet sich der Forschung im Natur- und Wildtiermanagement. Der Fokus liegt dabei auf den charismatischen Schirmarten – der mächtige Kameldornbaum und dem ikonischen Spitzmaulnashorn. Schritt für Schritt - durch den Schutz der Schirmarten heute, verwirklichen wir unsere Vision von morgen.
Wir erforschen ökologische Zusammenhänge und stellen die gewonnenen Erkenntnisse frei zur Verfügung, um Lösungen für den Erhalt der Wildnis aufzuzeigen – in Namibia, Afrika und weltweit. Diese globale Ausrichtung spiegelt sich auch in der internationalen Anerkennung wider: Kuzikus ist ein von der UNO anerkanntes Schutzgebiet und derzeit auf dem Weg zu einer noch wertvolleren UNO-Zertifizierungsstufe..
Das Wildlife Reserve ist ein geschützter Naturraum am Rande der Kalahari, wo naturinteressierte Menschen zusammenkommen, um in familiärer Atmosphäre und direktem Kontakt zur Natur zu lernen, zu forschen und mitzuwirken.
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Tourismus, Bildung und Wissenschaft finden im familiären Rahmen zeitgleich im Kuzikus Wildschutzgebiet statt. Gäste und Besucher, Studenten, Praktikanten, Volontäre und Wissenschaftler treffen sich am Lagerfeuer und tauschen sich aus. Die eindrückliche Naturkulisse inspiriert und motiviert im Naturschutz etwas zu bewegen. Es entstehen Synergien zwischen dem Tourismus, der Bildung und der Wissenschaft die es uns ermöglichen im Naturschutz erfolgreich zu sein.
So schaffen wir eine lebendige Verbindung zwischen Mensch und Natur, bei der das Land durch seine Biodiversität selbsttragend wird und sich als zukunftsweisende Alternative zur herkömmlichen Landnutzung etabliert. Es wächst ein Schutzgebiet, das durch diese nachhaltige Wertschöpfung sowohl den Menschen vor Ort als auch dem Ökosystem der Kalahari zugutekommt – ein gemeinsames Werk mit großer Strahlkraft.
GEMEINSAM FÜR EIN "REWILDING" DER KALAHARI





Gegründet wurde Kuzikus 1980 von Dr. F. G. Reinhard – Arzt und Biochemiker mit Stationen unter anderem am Max-Planck-Institut München – und Hiltrud Reinhard, geborene Müller, aus der Familie von Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. In echter Pionierarbeit verwirklichten die beiden ihren Lebenstraum eines privaten Wildschutzgebiets und engagieren sich seither für den Erhalt eines Stücks ursprünglichen Afrikas.
Ihre vier Kinder sind alle auf Kuzikus aufgewachsen. Heute leiten Berend und Dr. Friedrich Reinhard gemeinsam das Reservat. Berend, seit 2009 Geschäftsführer, ist Biologe mit Spezialisierung auf Ökologie und Ressourcenmanagement (BSc Edinburgh, MSc Cranfield University) und sammelte vor seiner Rückkehr drei Jahre Erfahrung im ökologischen Renaturierungsbüro in Zürich. Friedrich ist promovierter Mikrobiologe (PhD Lausanne, u. a. mit Stationen am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie) und initiierte das Forschungsprojekt SAVMAP – sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Landnutzung der Kalahari. Beide bringen zudem eigene Erfahrung mit Großwild mit, von der Wiedereinbürgerung bis zur kontrollierten Jagd.
An Berends Seite steht seine Frau Nichola McNamara-Reinhard: In Irland aufgewachsen erhielt sie Ihre Ausbildung in Equine Studies am Kildalton College. Nach reichlich Erfahrung in der Reitindustrie kam sie 2010 nach Namibia und leitet seitdem den Reitbetrieb auf Kuzikus.
Auch die beiden Schwestern bleiben dem Projekt verbunden: Alina Reisenauer, geborene Reinhard, gründete 1996 gemeinsam mit ihrem Mann Dieter das Safariunternehmen Outdoor Adventure, ihre Gäste wohnen teilweise vor oder nach den Rundreisen auf Kuzikus. Johanna Oldenburg, geborene Reinhard, initiierte 2009 selbst die erste ökologische Forschung auf Kuzikus, bevor sie ihre Promotion in Potsdam begann. Heute arbeitet sie als Entomologin in Deutschland und steht Kuzikus mit Rat und Tat zur Seite.


Lange bevor Kuzikus zu einem Wildschutzgebiet wurde, war dieses Land Heimat der Nama und San, die im Einklang mit der ursprünglichen Kalahari-Wildnis lebten. Zwischen 1904 und 1915 diente eine Quelle auf dem heutigen Reservatsgelände der deutschen Schutztruppe als Außenposten; 1907 wurde die Farm erstmals im Grundbuch eingetragen. Ab den 1920er-Jahren entstand hier, wie in weiten Teilen Namibias, eingezäunte Rinder- und Schafwirtschaft.
Seither entwickelt sich Kuzikus stetig weiter, immer im Einklang mit seinen ursprünglichen Werten. Gäste, Forscher, Studierende, Volontäre und Filmteams haben hier gemeinsam ein Teil der ursprünglichen Kalahari-Wildnis kennengelernt und mit erhalten. Heute ist Kuzikus ein international anerkanntes Modell für wirksamen, unbürokratischen Naturschutz und hat sich als Feldforschungsstation von globaler Bedeutung für gefährdete Schlüsselarten etabliert – ein lebendiges Beispiel dafür, wie aus Weideland über die Jahre ein artenreiches Wildschutzgebiet werden kann.










Viele im Team sind schon Jahrzehnte dabei und haben gleich mehrere Generationen der Familie Reinhard aufwachsen sehen. Allen voran Gous, Buschmann-Fährtenleser: Seit über 40 Jahren ist er auf Kuzikus, hat zwei Generationen aufwachsen sehen und uns allen viel beigebracht. Seine Frau Bettina ist seit über 30 Jahren für den Hausbereich zuständig und weist neue Mitarbeiter ein.
In der Küche sorgt Oubaas, unser Chefkoch, witzig und gut organisiert, mit viel Freude an frischen Zutaten aus der unmittelbaren Nachbarschaft für abwechslungsreiche Gerichte. Und wenn auf der Farm etwas repariert werden muss, ist Ekkehart zur Stelle – er bekommt einfach alles wieder zum Laufen. Hans kümmert sich derweil um alle Bauarbeiten.
Eine besondere Rolle spielen darüber hinaus die Khwe-San Buschleute insgesamt: Als erfahrene Fährtenleser begleiten sie Nashorn-Trackings und Buschmann-Touren, geben ihr traditionelles Wissen weiter und sichern sich über ein regelmäßiges Einkommen zugleich den Erhalt ihrer eigenen Kultur. Wissenschaftler und Volontäre sind ebenfalls fester Teil des Teams und geben Gästen direkte Einblicke in ihre Arbeit.