Ein Erbe unberührter Wildnis
Umgeben von einen Netz an Farmen ist Kuzikus ein naturbelassener Rückzugsort für Wildtiere - ein Stück Erdgeschichte.
Eine Erfolgsgeschichte
Die Geschichte von Kuzikus ist eine Reise des Engagements für die Natur.
• Vor 1900: Die Landschaft war ursprünglich unberührte Kalahari-Wildnis, gelegentlich durchquert von Nama und San-Buschleuten.
• 1904–1915: Eine natürliche Quelle an einer Kalkpfanne diente der deutschen Schutztruppe als Stützpunkt zum "Auftanken".
• 1907 wurde Kuzikus um die natürliche Wasserstelle vermessen. Die Farm Kuzikus wurde im Grundbuch eingetragen.
• Ab 1920: Das Land wurde für die Weidewirtschaft von Rindern und Schafen genutzt und eingezäunt um eingeführte Nutztiere vor wilden Tieren zu schützen und effektivere Weidewirtschaft betreiben zu können.
• 1964: Ein entscheidender Wendepunkt! Der damalige Rinderfarmer Herr Goebel deklarierte einen Teil seiner Farm Kuzikus als privates Naturschutzgebiet – eine der ersten Schutzgebiete dieser Form in Namibia. Wilde Tieren fanden hier nun einen Rückzugsort der Schutz vor der expandierenden Landwirtschaft bot.
• 1980: Hiltrud und Dr. Friedrich Senior Reinhard griffen diese visionäre Idee auf und bauten das Schutzgebiet über Jahrzehnte hinweg aus. Sie begannen mit ersten Wiedereinbürgerungsprojekten einst heimischer Wildtiere und bauten Futterkammern und Garagen in 5 Unterkünfte für Gäste um. Sogar ein Swimmingpool wurde angelegt.
Es entstand eine der ersten Jagdgäste Farmen, wie es sie auch heute noch in Namibia gibt. Kontrollierte & professionelle Trophäenjagd wurde als Mittel zur nachhaltigen Ressourcennutzung und Finanzierung von Artenschutzprojekten ausgeübt, so wie es im Einklang mit der namibischen Verfassung steht.
• 1994–2004: Kuzikus wurde 10 Jahre für die Öffentlichkeit geschlossen. In dieser Zeit konnten sich gesunde Wildherden ungestört in ihrem ursprünglichen Habitat bilden und vermehren.
• 1997: Kuzikus erhielt Spitzmaulnashörner aus dem Etosha Nationalpark und wurde als eines der Gründer-Reservate in das neue nationale Black Rhino Custodianship Programme aufgenommen, ein Meilenstein im Schutz des Spitzmaulnashorns.
• 2004: Die früheren Farmgebäude wurden weiter als Touristenunterkünfte renoviert und ausgebaut. Es entstand ein Essensraum und Angestelltenunterkünfte.
• 2005: Das Kuzikus Wildschutzgebiet wurde für den naturnahen Tourismus wieder geöffnet. Gejagt wurde nur noch um die Küche mit Fleisch zu bestücken. Trophäenjagd war eingestellt.
• 2009: Berend Reinhard übernahm Kuzikus mit der Vision die ökologische Integrität des Kalahari-Ökosystems durch eine nachhaltige Verbindung von Ökotourismus, Bildung und Wissenschaft großräumig wiederherzustellen. Aus dem alten Wasserreservoir wurde die Lapa, ein uhriges Restaurant mit Blick in die Kalkpfanne. Das alte Jagdcamp wurde für die ersten Forscher und Studenten genutzt. Seine Frau Nichola McNamara Reinhard etablierte 2010 die ersten Sundowner Ritte und einen proffessionell geführten Reitbetrieb.
• 2014: Dr. Friedrich Junior Reinhard kam mit seiner Expertise in der Forschung als 2. Manager zurück nach Kuzikus. Mit seinen Kontakten in der Forschung rief er das Kuzikus Mapping Projekt in Leben. Nun entwickelte sich die Feldforschungsstation. Wissenschaftlichen Publikationen folgten Dokumentarfilme und Aufsehen.
• Seit dem Entwickelt sich Kuzikus in seinem Konzept jeden Tag weiter. Dabei bleiben wir unseren Grundwerten treu. Zahlreiche Gäste, Forscher, Studenten, Filmteams und Praktikanten haben bis heute diese einmalige Natur auf Kuzikus erkundet und uns dabei geholfen gemeinsam ein Stück Wildnis in der Kalahari zu erhalten.
• Heute ist Kuzikus ein international anerkanntes Modell für effektiven, unbürokratischen Naturschutz und hat als Forschungsstation zum Erhalt bedrohter Schlüsselarten globale Bedeutung erlangt. Mit über 60 Jahren engagierter Naturschutzgeschichte, ist Kuzikus ein lebendiges Beispiel dafür, wie nicht Weideland, sondern ein wildreiches Naturreservat entstehen kann.